Marek M. Chojecki · MCH
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Theater · Performance2023

Au bout du couloir, la mer

LichtTechnikBau
Au bout du couloir, la mer

In einem texanischen Gefängnis hört N., zum Tode verurteilt, Radio. Eine Sendung ist ihm gewidmet, damit seine Brieffreund·innen ihn anrufen und ihm einen letzten Brief vorlesen, ein letztes Zeugnis ablegen können. Dieser surreale Monolog hält jedoch einen universellen Schwebezustand fest: den unserer Beziehungen zum Tod und zu den Abwesenheiten, zu den Momenten, die uns vereinen und trennen. Die Todesstrafe ist hier ein katalysierender Vorwand; sie verweist auf jene schwebenden Zeiten, die unser Dasein prägen. Sie vertraut sich unseren Worten an, die das Schweigen zu fassen vermögen – oder auch nicht.

Begleitet von der Tänzerin Marthe Krummenacher, der Musikerin Viva Sanchez, der Schauspielerin Mélina Martin und dem Lichtdesigner Jonathan O’Hear legt Karelle Ménine, verantwortlich für Regie und Text, einen Text vor, dessen Thematik durch unsere Resonanzen Sinn gewinnt: «Es geht nicht darum, dem amerikanischen Strafsystem den Prozess zu machen oder die Geschichte der Todesstrafe zu erzählen. Es geht darum, ins Herz dieses Moments einzutreten und ihn zu öffnen. Es geht darum, von uns zu sprechen. Von unserer Beziehung zu DEM Tod und vom Leben, das er enthält.»

Ganz besonderer Dank an die Maison Saint-Gervais, Les Créatives sowie alle Mitglieder der Fatrasproduction Cie, der Cie Umlaut, an Laurent Domenjoz und Soursar und an die Association Amalthea.